BEKASTEEL – Prädestiniert für herausfordernde Beanspruchungen

Die Betreiber und Verantwortlichen bei Talke bei Anlagenübergabe

„Bei sehr starker Temperaturbeanspruchung, einhergehend mit extremer mechanischer Belastung und aggressiver Chemie, ist kein Abdichtungsmaterial für Bodenauskleidungen so langlebig wie Edelstahl.“ (Mathias Haungs, Steuler Surface Protection Linings)

Seit Firmengründung 1947 hat sich die Talke-Gruppe zu einem der weltweit größten Anbieter für logistische Lösungen in der chemischen und petrochemischen Transportindustrie entwickelt. So gut wie alle Säuren, Laugen und Lösemittel werden transportiert. Die penible Reinigung der Tanks ist für einen sicheren und perfekten Ablauf des Tagesgeschäfts wesentlich. Täglich werden firmeneigene und fremde Tankwagen in einem Reinigungsprozess von verschiedensten aggressiven Substanzen befreit.

 

Die Einfahrt der „BEKASTEEL-Waschbahnen“ mit vorgelagerter Abdichtung „Oxydur VEL SR“

Am Firmensitz in Köln Hürth unterhält Talke sechs Waschstraßen, die dauerhaft höchsten Beanspruchungen ausgesetzt sind. Ca. 23.500 Tanks durchlaufen jedes Jahr die sechs Bahnen zur Reinigung. Dies entspricht ca. 80 bis 110 Waschungen pro Tag. Davon entfallen ca. 70 % auf die Waschbahnen 4 bis 6, die Anfang des Jahres 2020 neu auszukleiden waren. Die Schäden an dem durch Chemie und Gewicht extrem beanspruchten Boden der Waschbahnen, der pro Wagen ein Gewicht zwischen 8 und13 Tonnen hält, waren gravierend. Systeme von verschiedensten Firmen wurden über die letzten 30 Jahre eingebaut, hielten aber den Belastungen auf Dauer nicht stand; partiell ging es bereits an die Bausubstanz.
Ein Begehungstermin auf einer laufenden BEKASTEEL Baustelle im ChemPark Dormagen gab den Auftraggebern während der Angebotsphase den entscheidenden Anstoß. Das System BEKASTEEL und die Praxis vor Ort begeisterten und überzeugten die Verantwortlichen bei Talke. Der Auftrag im Wert von 600.000 EUR wurde an STEULER-KCH vergeben.

Einfahrt, Ablaufrinne und Waschhalle halten pro Wagen ein Gewicht zwischen 8 und13 Tonnen dauerhaft stand.

Zur Entwässerung wurden für die drei Waschbahnen ca. 55 laufende Meter Ablaufrinnen inkl. einer Integration von unterirdischen Ablaufrohren geplant und mit der Grundsanierung des stark beschädigten Untergrundes verlegt. Diese grundlegenden Arbeiten wurden mit akribischer Genauigkeit ausgeführt, um für die Verankerung der folgenden Edelstahl-Auskleidung eine der bestmöglichen Ausgangslagen zu gewährleisten. Die Besonderheit an diesem Projekt waren die Ablaufrinnen, welche das Gebäude verlassen und das chemisch-aggressive Abwasser außerhalb in einem Pumpensumpf sammeln.
Die eingesetzte Kombination aus BEKASTEEL und dem STEULER-KCH Oxydur-Abdichtungssystem im Außenbereich war auch für den erfahrenen Projektleiter eine erfolgreiche Premiere. Mit einer Auskleidungsfläche von rund 305 m² drei Millimeter starkem Edelstahlblech wurde das System BEKASTEEL mit der patentierten Steuler-Tellerschraube an ca. 7.700 Befestigungspunkten intensiv im Untergrund verankert, das heißt pro Quadratmeter finden sich mindestens 20 Befestigungspunkte.

Edelstahlblech mit einem von 7700 Befestigungspunkten.

Zwischen März und Mai 2020 konnte die gründliche Vorplanung des Projektes sowie die Umsetzung auch durch den Corona-Lockdown nicht gestoppt werden, so dass die neu ausgekleideten Waschbahnen nach rund 6.000 Arbeitsstunden termingerecht am 11. Mai an den Auftraggeber übergeben werden konnten.
Die akribische Projektplanung sowie die seit 2012 stetig verbesserte Technik des STEULER-KCH BEKASTEEL-Systems, die statisch auf Belastungen der Klasse SLW 60 (entspricht 60 to je LKW) ausgelegt ist und durch die durchdachte Befestigung Temperaturwechsel bis 80 K standhält, sorgen für dauerhafte Sicherheit. Referenzanlagen, die schon vor über zehn Jahren mit BEKASTEEL ausgekleidet wurden, laufen seitdem störungsfrei.

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